Die schmale RoteLoks, Triebzüge und Wagen der Rhätischen Bahn · 1889 bis heute

Bauwerke und Strecken der RhB

Die berühmtesten Brücken, Tunnels und Streckenabschnitte der RhB. Tippe auf ein Foto, um den ausführlichen Steckbrief mit Geschichte und spannenden Fakten zu öffnen. Auf der Karte sind die Bauwerke als Rauten eingezeichnet.

Foto: Arosabahn durch Chur, vom Bahnhofplatz durch die Stadt ChurSteckbrief öffnen
Strecke · Arosabahn

Arosabahn durch Chur

vom Bahnhofplatz durch die Stadt Chur · 1914

Tempo in der Stadt
35 km/h
Strecke bis Arosa
25,7 km
Höhenunterschied
1155 m

Gleich nach der Abfahrt auf dem Bahnhofplatz rollt der Zug nach Arosa wie eine Straßenbahn durch Chur: auf Rillenschienen mitten auf der Straße, entlang der Plessur und quer durch einen Kreisel. Erst hinter der Stadt beginnt die eigentliche Bergstrecke. Das Foto zeigt einen Allegra am Plessurquai.

Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Castielertobel-Viadukt, zwischen Calfreisen und Castiel, ArosabahnSteckbrief öffnen
Brücke · Arosabahn

Castielertobel-Viadukt

zwischen Calfreisen und Castiel, Arosabahn · 1914, Neubau 2024

Höhe
53 m
Neubau
2024, ohne Pfeiler
Hangrutsch
rund 6 mm pro Jahr

Der Hang im Castielertobel ist ständig in Bewegung: Der Hauptpfeiler rutschte jedes Jahr rund sechs Millimeter Richtung Bach. Deshalb wurde die Brücke schon zweimal ersetzt, zuletzt 2024 durch eine Stahlbrücke ganz ohne Pfeiler. Das Foto zeigt die alte Stahlbrücke von 1942 im Jahr 2009, links der Bärenfalle-Tunnel.

Foto: Andres Passwirth, CC BY-SA 3.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Gründjitobel-Viadukt, unterhalb von Langwies, ArosabahnSteckbrief öffnen
Brücke · Arosabahn

Gründjitobel-Viadukt

unterhalb von Langwies, Arosabahn · 1913–1914

Länge
145 m
Hauptbogen
85 m Stützweite
Höhe
46 m

Statt vieler Pfeiler überspannt hier ein einziger großer Bogen das Tobel, damals eine neuartige Bauweise, die auch beim nahen Langwieser Viadukt zum Einsatz kam. Für die nur 26 Kilometer lange Arosabahn waren insgesamt 19 Tunnel und 52 Brücken nötig.

Foto: Andres Passwirth, CC BY-SA 3.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Langwieser Viadukt, bei Langwies, ArosabahnSteckbrief öffnen
Brücke · Arosabahn

Langwieser Viadukt

bei Langwies, Arosabahn · 1912–1914

Höhe
62 m
Länge
284 m
Rekord
größte Brücke der RhB

Direkt hinter dem Bahnhof Langwies quert die Arosabahn die Plessur auf dieser mächtigen Brücke. Gebaut wurde sie 1912 bis 1914 von der Firma Züblin für die damals private Chur–Arosa-Bahn, die erst 1942 zur RhB kam. Sie gilt als die mit Abstand größte Brücke der RhB.

Foto: Brückenfotograf, CC BY 4.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Hinterrheinbrücke Reichenau, Reichenau-Tamins, wo Vorder- und Hinterrhein zusammenfließenSteckbrief öffnen
Brücke · Surselva

Hinterrheinbrücke Reichenau

Reichenau-Tamins, wo Vorder- und Hinterrhein zusammenfließen · 1895 und 2018

Alte Brücke
151,2 m
Neue Brücke
198,5 m
Stahl neu
2000 t

Bei Reichenau fließen Vorder- und Hinterrhein zusammen, und hier teilt sich die RhB in die Strecken nach Thusis und nach Disentis. Neben der alten Stahlfachwerkbrücke von 1895 steht seit 2018 eine zweite, moderne Brücke. Das Foto zeigt die neue Brücke mit ihren gegabelten Pfeilern, dahinter die alte.

Foto: Jag9889, CC BY-SA 4.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Ruinaulta (Rheinschlucht), zwischen Reichenau und Ilanz, Surselva-LinieSteckbrief öffnen
Strecke · Surselva

Ruinaulta (Rheinschlucht)

zwischen Reichenau und Ilanz, Surselva-Linie · 1903

Länge
rund 13 km
Tiefe
bis 400 m
Besonders
Schlucht ohne Strasse

Die Surselva-Linie fährt mitten durch die bis zu 400 Meter tiefe Schlucht des Vorderrheins, wo keine Strasse hinführt. Die hellen Kalkwände sind Überreste des Flimser Bergsturzes. Auch der Glacier Express nimmt diesen Weg. Das Foto zeigt die Rheinschlaufe von der Aussichtsplattform Il Spir bei Conn.

Foto: Adrian Michael, CC BY 2.5 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Soliser Viadukt, zwischen Thusis und Tiefencastel, AlbulabahnSteckbrief öffnen
Brücke · Albulabahn

Soliser Viadukt

zwischen Thusis und Tiefencastel, Albulabahn · 1901–1903

Höhe
85 m
Länge
164 m
Hauptbogen
42 m Spannweite
Nebenbögen
10

Über die tiefe Schlucht der Albula spannt sich ein großer Hauptbogen von 42 Metern, links und rechts davon zehn kleinere Bögen. Die Brücke kostete damals 125'000 Franken und wurde 1997 aufwendig saniert. Das Foto zeigt eine Ge 4/4 III mit einem Zug nach Tiefencastel.

Foto: Хрюша, CC BY-SA 3.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Schmittentobel-Viadukt, bei Schmitten, zwischen Tiefencastel und FilisurSteckbrief öffnen
Brücke · Albulabahn

Schmittentobel-Viadukt

bei Schmitten, zwischen Tiefencastel und Filisur · 1902

Höhe
35 m
Länge
137 m
Bögen
7 × 15 m

Nur wenige hundert Meter vor dem Landwasserviadukt überquert die Albulabahn das Schmittentobel auf sieben gleich weiten Steinbögen. Die Brücke steht im Schatten ihrer berühmten Nachbarin, ist aber genauso alt und gehört zum gleichen Welterbe. Das Foto zeigt einen Regionalexpress mit der Ge 4/4 III 642.

Foto: Martingarten, CC BY-SA 3.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Landwasserviadukt, bei Filisur, AlbulabahnSteckbrief öffnen
Brücke · Albulabahn

Landwasserviadukt

bei Filisur, Albulabahn · 1901–1902

Höhe
65 m
Länge
136 m
Bögen
6 × 20 m
Kurvenradius
100 m

Das Wahrzeichen der RhB: Die Brücke aus dunklem Kalkstein führt in einer engen Kurve über das Landwasser und verschwindet am Ende direkt in einem Tunnel mitten in der Felswand. Gebaut hat sie 1901–1902 die Firma Müller & Zeerleder. Täglich fahren rund 60 Züge darüber. Seit 2008 gehört sie zum UNESCO-Welterbe Albula/Bernina.

Foto: Monster4711, CC BY-SA 3.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Kehrtunnels Bergün–Preda, zwischen Bergün und Preda, AlbulabahnSteckbrief öffnen
Strecke · Albulabahn

Kehrtunnels Bergün–Preda

zwischen Bergün und Preda, Albulabahn · 1903

Höhenunterschied
417 m
Luftlinie
6,5 km
Spiraltunnel
3
Kehrtunnel
2

Der technisch kühnste Abschnitt der Albulabahn: Um zwischen Bergün und Preda 417 Höhenmeter zu schaffen, schraubt sich die Strecke mit drei Spiraltunneln, zwei Kehrtunneln und vier Viadukten in die Höhe. Im Zug verliert man dabei leicht die Orientierung. Ein Bahnerlebnisweg zwischen Preda und Bergün erklärt die Bauwerke.

Foto: Christof46, CC BY-SA 4.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Albulatunnel, Preda – Spinas, AlbulabahnSteckbrief öffnen
Tunnel · Albulabahn

Albulatunnel

Preda – Spinas, Albulabahn · 1903, neuer Tunnel 2024

Länge
5865 m
Scheitelpunkt
1820 m ü. M.
Felsüberdeckung
bis 950 m

Das Herzstück der Albulabahn unterquert die Wasserscheide zwischen Rhein und Inn. Beim Bau brachen kaltes Wasser und Sand in den Stollen ein und verzögerten die Arbeiten. Im Juni 2024 wurde daneben ein neuer Tunnel eröffnet; der alte dient seither als Sicherheitsstollen. Das Foto zeigt den Bahnhof Preda mit dem alten Nordportal.

Foto: Hans G. Oberlack, CC BY-SA 3.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Zügenschlucht und Bärentritt, zwischen Davos Monstein und Davos WiesenSteckbrief öffnen
Strecke · Landquart–Davos–Filisur

Zügenschlucht und Bärentritt

zwischen Davos Monstein und Davos Wiesen · 1909

Schlucht
3 km lang
Bärentrittbrücke
10 m
Steigung
bis 35 ‰

In der drei Kilometer langen Zügenschlucht hat sich das Landwasser tief in den Fels gegraben. Die Bahn von Davos nach Filisur klebt hier an der Felswand und wechselt ständig zwischen Tunnel, Galerie und Brücke. Am Bärentritt springt sie auf einer kurzen Brücke über einen Wasserfall von einem Tunnel in den nächsten. Das Foto zeigt einen Allegra auf der Bärentrittbrücke.

Foto: Kabelleger / David Gubler, CC BY-SA 4.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Wiesener Viadukt, bei Davos Wiesen, Strecke Davos–FilisurSteckbrief öffnen
Brücke · Landquart–Davos–Filisur

Wiesener Viadukt

bei Davos Wiesen, Strecke Davos–Filisur · 1906–1909

Höhe
88,9 m
Länge
210 m
Baukosten
324'000 Franken
Rekord
höchste Brücke der RhB

Die höchste Brücke der RhB überspannt das Landwasser kurz nach der Station Davos Wiesen. Gemauert wurde sie im Freivorbau, für die Lehrgerüste brauchte man rund 600 Kubikmeter Holz. Im Juli 1909 ging sie in Betrieb. Der Maler Ernst Ludwig Kirchner hielt sie 1926 im Gemälde „Die Brücke bei Wiesen“ fest. Ein Fussgängersteg führt daneben nach Filisur.

Foto: Хрюша, CC BY-SA 3.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Vereinatunnel, Klosters Selfranga – SagliainsSteckbrief öffnen
Tunnel · Vereina-Linie

Vereinatunnel

Klosters Selfranga – Sagliains · 1999

Länge
19'042 m
Rekord
längster Meterspurtunnel der Welt
Fahrzeit
rund 19 Minuten

Seit 1999 verbindet der Tunnel das Prättigau mit dem Unterengadin. Neben den Reisezügen fahren Autozüge: An Spitzentagen bringt der Autoverlad knapp 5000 Autos durch den Berg. Eine Ausweichstelle in der Mitte erlaubt Kreuzungen im sonst einspurigen Tunnel.

Foto: Albinfo, CC0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Montebello-Kurve, zwischen Morteratsch und Bernina Suot, BerninabahnSteckbrief öffnen
Strecke · Berninabahn

Montebello-Kurve

zwischen Morteratsch und Bernina Suot, Berninabahn · 1909

Gletscher
6,2 km lang
Rückzug
2649 m seit 1878
Im Blick
Piz Palü, Piz Bernina

Oberhalb von Morteratsch fährt die Berninabahn eine große Kurve, und plötzlich öffnet sich der Blick auf den Morteratschgletscher, den Piz Palü und den Piz Bernina. Die Stelle ist eines der bekanntesten Fotomotive der Bahn. Das Foto zeigt einen Bernina Express in der Kurve.

Foto: Stefans Pixmix, CC BY-SA 4.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Berninapass und Ospizio Bernina, BerninabahnSteckbrief öffnen
Strecke · Berninabahn

Berninapass und Ospizio Bernina

Berninabahn · 1908–1910

Höchster Punkt
2253 m ü. M.
Steigung
bis 70 ‰
Antrieb
ohne Zahnrad

Bei Ospizio Bernina am Lago Bianco erreicht die Berninabahn ihren höchsten Punkt, den höchsten des ganzen RhB-Netzes. Danach geht es über Alp Grüm in vielen Kehren hinunter ins Puschlav bis nach Tirano auf 429 Metern. Die Züge schaffen die Steigungen von bis zu 70 Promille als reine Adhäsionsbahn.

Foto: Asurnipal, CC BY-SA 4.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Alp Grüm, Berninabahn, hoch über dem PuschlavSteckbrief öffnen
Strecke · Berninabahn

Alp Grüm

Berninabahn, hoch über dem Puschlav · 1910

Höhe
2091 m ü. M.
Straße
keine
Bis Poschiavo
über 1000 m tiefer

Alp Grüm erreicht man nur mit dem Zug oder zu Fuß. Vom Bahnhof blickt man auf den Palügletscher und tief hinunter ins Puschlav. Gleich danach windet sich die Bahn in einer engen Kehre um den Bahnhof und durch Kehrtunnels hinunter nach Poschiavo. Das Foto zeigt einen Zug in der Kurve beim Bahnhof.

Foto: Leonhard Lenz, CC0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Kreisviadukt Brusio, bei Brusio, BerninabahnSteckbrief öffnen
Brücke · Berninabahn

Kreisviadukt Brusio

bei Brusio, Berninabahn · 1908

Länge
142,8 m
Bögen
9 × 10 m
Radius
70 m
Gefälle
70 ‰

Das Tal ist hier zu eng für eine normale Kurve. Darum dreht sich die Bahn einmal ganz im Kreis und fährt dabei unter ihrer eigenen Brücke hindurch. So verliert sie auf kurzer Strecke an Höhe, bei 70 Promille Gefälle und ganz ohne Zahnrad. Beim Viadukt stehen drei Skulpturen des Bildhauers Cristiano Paganini.

Foto: Patrick Couzens, CC BY-SA 4.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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Foto: Ortsdurchfahrt Tirano, Tirano, Italien, Endpunkt der BerninabahnSteckbrief öffnen
Strecke · Berninabahn

Ortsdurchfahrt Tirano

Tirano, Italien, Endpunkt der Berninabahn · 1908

Höhe
429 m ü. M.
Land
Italien
Rekord
tiefster Bahnhof der RhB

Auf den letzten Metern vor dem Endbahnhof fährt die Berninabahn mitten durch die italienische Kleinstadt Tirano, über die Straße und am Platz vor der Wallfahrtskirche Madonna di Tirano vorbei. Es ist eine der bekanntesten Fotostellen der RhB. Das Foto zeigt einen Zug vor der Basilika.

Foto: Asurnipal, CC BY-SA 4.0 · Quelle (Wikimedia Commons)

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