Die schmale RoteLoks, Triebzüge und Wagen der Rhätischen Bahn · 1889 bis heute

Historische Fahrzeuge und der Club 1889

Der Club 1889 in Samedan restauriert ehrenamtlich historische Fahrzeuge der RhB. Mehr als 700 Mitglieder erhalten rund ein Viertel des historischen rollenden Bündner Bahnerbes, 16 restaurierte Fahrzeuge sind bereits in den Bestand der RhB übergegangen. Die Übersicht des Clubs zählt zwei Dampfloks, ein Krokodil, einen Traktor und vierzehn historische Wagen. Alle Angaben stammen von club1889.ch und der dort veröffentlichten Liste der erhaltenswerten Fahrzeuge (Stand 1. April 2022, Zugbildungen Oktober 2021). Die Angaben sind mit eigenen Worten zusammengefasst.

Foto der RhB G 3/4 1 „Rhætia“
Foto: KPhilipp, CC BY-SA 3.0 · Bild verkleinert
Dampflok · 1889

G 3/4 1 „Rhætia“

  • Die kleine schwarze Dampflok ist Graubündens Lok Nr. 1 von 1889 und gehörte zur Schmalspurbahn Landquart–Davos.
  • Ihr Kessel wurde in Großbritannien gebaut und abgenommen, die Lok kehrte im September 2026 nach jahrelanger Revision ins Prättigau zurück.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1889 G 3/4 1 der Landquart–Davos-Bahn
  2. 1889 Eröffnungsfahrt Landquart–Klosters am 29. September
  3. 2026 Einweihung in Schiers am 19./20. September
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Steckbrief

Hersteller
SLM Winterthur (Fabriknummer 577)
Leistung
250 PS (184 kW) bei 20 km/h
Höchstgeschwindigkeit
45 km/h

Neuigkeiten

  • „Operette am Gleis“: Zur Einweihung am 19./20. September 2026 beim Bahnhof Schiers gab es ein eigens geschaffenes Musiktheater über den Bahngründer Willem Jan Holsboer.
  • Wegen der Waldbrandgefahr übernahm zeitweise die Dampflok Nr. 11 „Heidi“ den Einsatz.
  • Zuvor gab es unter anderem die finale Kesselabnahme in Großbritannien, das Einkleiden des Kessels und feine rote Zierlinien als Finish.
Im Fahrzeugbuch ansehen
Foto der RhB G 3/4 11 „Heidi“
Foto: Fredy Pfister, CC BY-SA 4.0 · Bild verkleinert
Dampflok · 1902

G 3/4 11 „Heidi“

  • Dampflok für den Betrieb der Albulabahn, die 1903 eröffnet wurde.
  • 1952 hatte sie einen kurzen Auftritt im Heidi-Film mit Heinrich Gretler.
  • Seit 2015 fährt sie mit dem Stand der Technik: schwefelarmes Öko-Heizöl EL, kein Funkenflug, elektrische Vorwärmanlage.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1902 G 3/4 11, Rhätische Bahn
  2. 1977 Modelleisenbahnfreunde Zweilütschinen, 1990 abgestellt
  3. 2000 Kauf durch den Club 1889, Rückführung nach Filisur
  4. 2004 Überführung nach Samedan
  5. 2015 Wiederinbetriebnahme, Präsentation am 5. März
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2005–2015
Ort
Samedan
Projektleitung
Armin Brüngger

Steckbrief

Inbetriebnahme
8. Januar 1903
Hersteller
SLM Winterthur (Fabriknummer 1476)
Neubaukessel
2006 (DLM Winterthur und HKB Ketelbouw, Venlo)
Ölfeuerung
System DLM/Jucker, Heizöl EL, 400 l/Std.
Achsen
3 Kuppelachsen, 1 Laufachse
Raddurchmesser
1 050 mm (Treibräder), 700 mm (Laufachse)
Länge über Puffer
8 434 mm
Höchstgeschwindigkeit
45 km/h
Leergewicht
28 000 kg
Höchstgewicht
34 800 kg mit vollen Vorräten
Beschaffungspreis
Fr. 48 500.–

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
11 600 Std.
Material
CHF 1 298 000.–
Wert
CHF 2 110 000.–
Im Fahrzeugbuch ansehen
Foto der RhB Ge 4/4 182 „Coccodrillo del Bernina“
Foto: Spoorjan, Jan Oosterhuis, CC BY-SA 3.0 · Bild verkleinert
Elektrolok · 1928

Ge 4/4 182 „Coccodrillo del Bernina“

  • Einzelstück, das die ehemalige Bernina-Bahn beschafft hat.
  • Einst die stärkste Gleichstromlok der Schweiz.
  • Außergewöhnlicher Antrieb: jede Achse hat zwei Motoren.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1928 Ge 4/4 82, Bernina-Bahn, mit großen Schneepflügen
  2. 1943 Übernahme durch die RhB
  3. 1946 Schneepflüge entfernt
  4. 1961 Ge 4/4 182
  5. 1978 Verkehrshaus Luzern, bis 1981
  6. 1984 Privatverkauf nach Frankreich
  7. 1999 Kauf durch den Club 1889, Rückführung nach Landquart
  8. 2010 Wiederinbetriebnahme, Präsentation am 19. Juni in Brusio
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2000–2010
Ort
Poschiavo und Samedan
Projektleitung
Ernst Demonti (Mechanik), Mario Costa (Elektrik)

Steckbrief

Hersteller
SLM Winterthur (Mechanik), SAAS Genf (Elektrik)
Achsfolge
Bo’Bo’
Länge über Puffer
14 000 mm
Stromart
Gleichstrom 1 000 V (vor 1935: 750 V)
Fahrmotoren
4 × 2 à 100 PS (bis 1935: 75 PS)
Stundenleistung
760 PS am Rad (bis 1935: 600 PS)
Höchstgeschwindigkeit
45 km/h
Anhängelast auf 75 ‰
50 t
Dienstgewicht
43 000 kg
Bremsen
Handspindel, Vakuum, elektrische Widerstandsbremse, elektromagnetische Schienenbremse

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
9 339 Std.
Material
CHF 320 440.–
Wert
CHF 974 170.–
Im Fahrzeugbuch ansehen
Foto der RhB Tm 2/2 62 (früher Xm 2/2 9912 II)
Symbolbild (zeigt Tm 2/2 112, einen Rangiertraktor der Baureihe Tm 2/2). Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0 · Bild verkleinert
Traktor · 1962

Tm 2/2 62 (früher Xm 2/2 9912 II)

  • Letzter Vertreter der Rangiertraktoren aus den Jahren 1957–1969 bei der RhB.
  • Der ehemalige Fahrleitungstraktor mit Turmgerüst ist „Alleskönner“ für kleine und mittlere Stationen.
  • Er hat als letzter die Wurfhebelbremse.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1962 Xm 2/2 9912 II
  2. künftig Tm 2/2 62 in oxydroter Farbe
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
ab 2021
Ort
Samedan (Gruppen Landquart und Samedan)
Projektleitung
Hansruedi Burkhalter

Steckbrief

Hersteller
Robert Aebi AG, SLM, RhB (Fabriknummer 1633)
Antrieb original
SLM 4VD 11Tr, 44 kW (60 PS)
Antrieb ab 1990
Cummins 4BT 3.9, 62 kW (84 PS)
Länge über Puffer
5 060 mm
Dienstgewicht
12 500 kg
Höchstgeschwindigkeit
45 km/h allein, 60 km/h im Schlepp
Bremsen
Wurfhebelbremse und Motorbremse, ab 1995 Vakuumbremse

Pläne

„Oxydrot“ war früher in der ganzen Schweiz die Farbe der Dienstfahrzeuge und ist heute fast verschwunden. Der Traktor soll für Manöver mit historischen Wagen und zum Schleppen der „Heidi“ dienen. Auf der Strecke darf er wegen der fehlenden Zugsicherung nur im Schlepp fahren.

Foto der RhB B 2138 „Filisurer-Stübli“
Foto: Kecko, CC BY 2.0 · Bild verkleinert
Gesellschaftswagen · 1903

B 2138 „Filisurer-Stübli“

  • Ehemals luxuriöser Wagen für die Albulabahn mit vier Coupés und WC, erkennbar an der besonderen Fenstereinteilung.
  • Umgebaut mit Geld der Gemeinde Filisur zum Buffetwagen mit nostalgischer Einrichtung und eigenem Geschirr.
  • Ergänzung für historische Dampfzüge.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1903 AB 117
  2. 1950 B 117
  3. 1956 B 2138
  4. 1967 X 9064 (Rottenwagen)
  5. 2002 B 2138 (WN 9802)
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2001/2002
Ort
Samedan
Übergabe
19. Oktober 2002 in Filisur
Projektleitung
Armin Brüngger

Steckbrief

Hersteller
SIG Neuhausen
Beschaffungspreis
CHF 13 390.–
Achsen
2
Länge über Puffer
10 440 mm
Sitzplätze an Tischen
24
Heizung
Stammnetz, Bernina, Dampf
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h
Dienstgewicht
10 320 kg

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
3 178 Std.
Material
CHF 75 378.–
Wert
CHF 234 278.–

Lebenslauf

Die RhB bestellte 1902 zwölf Wagen AB 114–125 für die neue Albulabahn. Besonders waren die hohen Tonnendächer und die Lüfter über jedem Fenster, mit denen die Fahrgäste die Luftzirkulation selbst regeln konnten. Ein feines Eisengitter hielt den Ruß fern. Die Wagen fuhren vor allem im Engadin-Express Chur–St. Moritz, in dem zahlungskräftige Gäste aus England und Deutschland reisten. Die Coupés ließen sich abschließen. Wegen des Ersten Weltkriegs und des Wintersports blieben die Gäste später aus, 1950 wurde der Wagen deklassiert und 1967 zum Rottenwagen mit Holzherd und vier Tischen umgebaut. Diese Rottenwagen-Atmosphäre erlebt man heute im „veredelten“ Stübli.

Im Fahrzeugbuch ansehen
Foto der RhB BC 110 „Ul Mesolcines“
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0 · Bild verkleinert
Personenwagen Bernina · 1909

BC 110 „Ul Mesolcines“

  • Originaler Wagen 2./3. Klasse der ehemaligen Bernina-Bahn mit großen Fenstern für Sommertouristen.
  • In der 2. Klasse sitzt man wie zeitweise bei der BB auf Korbsesseln.
  • Die Inneneinrichtung wurde nach Originalplänen rekonstruiert.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1909 BC 110, Bernina-Bahn
  2. 1943 B2 2087 (RhB)
  3. 1974 Xk 9086 (Werkstattwagen)
  4. 1996 B 21 der Misoxer-Bahn (S.E.F.T.)
  5. 2003 BC 110 (WN 9804)
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2003–2007
Ort
Samedan, im Herbst 2003 im Verkehrshaus der Schweiz
Übergabe
31. März 2007 in Poschiavo
Projektleitung
Armin Brüngger

Steckbrief

Hersteller
SIG Neuhausen
Achsen
2
Länge über Puffer
11 340 mm
Sitzplätze
12 in der 2. Klasse, 31 in der 3. Klasse
Heizung
Stammnetz, Bernina
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h
Dienstgewicht
11 010 kg

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
5 500 Std.
Material
CHF 110 000.–
Wert
CHF 385 000.–
Im Fahrzeugbuch ansehen
Foto der RhB C 32 „Il Samedrin“
Foto: Kecko, CC BY 2.0 · Bild verkleinert
Personenwagen · 1889

C 32 „Il Samedrin“

  • Ältester Personenwagen der RhB, ursprünglich bei der Landquart–Davos-Bahn (LD) für Kurgäste und Einheimische in der 3. Klasse.
  • Erstes Restaurierungsprojekt des Club 1889.
  • Seltene Ausstattung: Stirnwandbeleuchtung als Petroleumlampen-Imitat, ein kleines Damen-Nichtraucherabteil, Riemenzug-Fensterheber.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1889 C 32 LD
  2. 1895 C 52 (RhB)
  3. 1899 C 212
  4. 1911 C 2012
  5. 1940 Xk 9034 (Werkstattwagen)
  6. 1999 C 2012 (WN 9801)
  7. 2019 wieder C 32 LD
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
1996–1999, Neubemalung 2019
Ort
Samedan
Projektleitung
Armin Brüngger

Steckbrief

Hersteller
SIG (Fabriknummer 6407)
Länge über Puffer
9 500 mm
Sitzplätze
40 in der 3. Klasse (2+2, Mittelgang)
Gewicht
6,7 t
Preis pro Wagen
Fr. 5 800.–
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h
Im Fahrzeugbuch ansehen
Foto der RhB C 66
Foto: Kecko, CC BY 2.0 · Bild verkleinert
Personenwagen · 1897

C 66

  • Zweiachsiger Personenwagen der 3. Klasse für Kurgäste und Einheimische.
  • Der Nichtraucherabteil hat 16 Plätze, der Raucherabteil 24.
  • Wegen seines jüngeren Baujahrs bekam er innen Fensterrahmen.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1897 C 66
  2. 1899 C 226
  3. 1911 C 2026
  4. 1944 Xk 9039
  5. 2014 WN 9806
  6. 2019 wieder C 66
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2015–2021
Ort
Samedan
Projektleitung
Armin Brüngger

Steckbrief

Hersteller
SIG (Fabriknummer 8277)
Länge über Puffer
9 500 mm
Sitzplätze
40 in der 3. Klasse
Gewicht
6,7 t
Preis pro Wagen
Fr. 10 853.–
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
6 650 Std.
Material
CHF 107 207.70
Wert
CHF 439 541.70
Im Fahrzeugbuch ansehen
Foto der RhB C 114 „La Bucunada“
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0 · Bild verkleinert
Bistrowagen · 1910

C 114 „La Bucunada“

  • Ehemaliger 3.-Klasse-Wagen der Bernina-Bahn mit viel originaler Substanz.
  • Bistrowagen für Sommertouristen mit großen Fenstern und eigenem Geschirr.
  • Perfekte Ergänzung für historische Bernina-Züge, heute beliebter Charterwagen.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1910 C 114 (Bernina-Bahn)
  2. 1943 C 2084 (RhB)
  3. 1956 B 2084
  4. 1973 Xk 9079 (Rottenwagen)
  5. 2001 C 114 (WN 9800)
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2001
Ort
Samedan
Übergabe
27. Oktober 2001 in Pontresina
Projektleitung
Armin Brüngger

Steckbrief

Hersteller
SIG Neuhausen
Länge über Puffer
7 490 mm
Sitzplätze an Tischen
24
Heizung
Stammnetz, Bernina
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h
Dienstgewicht
8 130 kg

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
2 500 Std.
Material
CHF 35 000.–
Wert
CHF 125 000.–

Lebenslauf

Die Bernina-Bahn setzte 1910 vier neue Zweiachser der 3. Klasse ein (C 111–114) mit großen, rahmenlosen Panoramafenstern, damit die Gäste die Bergwelt genießen konnten. Später baute die RhB den Wagen um und machte ihn 1973 zum Rottenwagen X 9079 mit einfacher Küche. Beim Ausräumen kamen 2000 überraschend die alte Decke und das Bernina-Täfer von 1910 zum Vorschein. Der Name „La Bucunada“ stammt aus dem Puschlaver Dialekt (Pus’ciavin) und bedeutet Vesper oder Zvieri, passend zum Motto „Häppchenweise in den Süden“.

Im Fahrzeugbuch ansehen
Foto der RhB D2 4052 II „Rhätia-Stübli“
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0 · Bild verkleinert
Barwagen · 1913

D2 4052 II „Rhätia-Stübli“

  • Ehemaliger Gepäckwagen, heute rollendes Vereinslokal der „Dampffreunde der Rhätischen Bahn“ mit der „Marcello-Bar“.
  • Regelmäßig im Einsatz in Dampfzügen.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1913 F 4043 (Gepäckwagen)
  2. 1964 D2 4043
  3. 1986 Xk 9028 IV (Bahndienstwagen)
  4. 1999 D2 4052 II (Barwagen)
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2003 (nur Innenausbau)
Ort
Samedan
Übergabe
19. Mai 2003 in Samedan
Projektleitung
Armin Brüngger und Gian Luzi

Steckbrief

Hersteller
SIG Neuhausen
Heizung
Stammnetz (elektrisch) und Dampf
Sitzplätze
keine, nur Stehplätze
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h
Dienstgewicht
9 000 kg

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
435 Std.
Material
CHF 12 000.–
Wert
CHF 33 750.–

Lebenslauf

Der erste „Rhätia-Stübli“-Wagen war der D 4052 I, 1897 als Erstklasswagen A 6 gebaut und 1928 auf dem Untergestell zum Gepäckwagen F 4052 umgebaut. 1973 kam eine Theke hinein, 1989 hängten die Dampffreunde die gelben Routentafeln an. 1998 wurde er bei einem Rangierunfall in Grüsch so stark beschädigt, dass er abgebrochen werden musste. Als Ersatz richtete die RhB den Dienstwagen Xk 9028 her, der 1913 mit 21 weiteren als Gepäckwagen F 4043 in Dienst gekommen war. Der Club 1889 baute 2002/03 den Innenraum zum echten „Stübli“ aus.

Im Fahrzeugbuch ansehen
Foto der RhB F 4 „Doris und Calvin“
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0 · Bild verkleinert
Gepäckwagen · 1896

F 4 „Doris und Calvin“

  • Von der neu gegründeten RhB für die Netzerweiterung Chur–Thusis bestellt.
  • Typischer, früher weit verbreiteter Gepäckwagen mit Abteil für den Kondukteur.
  • Seltener historischer Gepäckwagen mit sorgfältig rekonstruierter Einrichtung.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1896 F 4
  2. 1899 F 504
  3. 1911 F 4004
  4. 1944 X 9038 (Hafnerwagen Samedan)
  5. 1989 X 2938, Kauf durch die Dampfbahn Furka-Bergstrecke
  6. 2000 Kauf durch den Club 1889
  7. 2015 F 4004, Inbetriebsetzung als WN 9805
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2008–2015 und 2021
Ort
Samedan
Übergabe
27. Februar 2015 mit Helfer- und Sponsorenfahrt
Projektleitung
Armin Brüngger

Steckbrief

Hersteller
SIG Neuhausen
Beschaffungspreis
CHF 5 290.–
Länge über Puffer
8 680 mm
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h
Dienstgewicht
10 000 kg

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
5 413 Std.
Material
CHF 87 274.–
Wert
CHF 357 924.–
Im Fahrzeugbuch ansehen
Foto der RhB K 5342
Symbolbild (zeigt Gbk-v 5507, gleiche Wagenfamilie (die K1-Wagen wurden ab 1970 zu Gbk-v umgebaut)). Foto: Steffen M. at German Wikipedia, CC BY-SA 3.0 · Bild verkleinert
Gedeckter Güterwagen · 1903

K 5342

  • Größte je bei der RhB eingesetzte Wagenserie, zur Eröffnung der Albulabahn 1903 bestellt.
  • Erbauer war die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN).

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1903 K 742
  2. 1911 K 5342
  3. 1960 K 5337 II (neuer Kasten, Nummer versehentlich vertauscht)
  4. 1970 Gk 5337
  5. 1981 Xk 9069 II (WN 9856)
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2020–2021
Ort
Samedan (Kasten) und Landquart (Untergestell)
Projektleitung
Armin Brüngger und Samuel Mohr

Steckbrief

Hersteller
MAN (Fabriknummer 60209)
Länge über Puffer
7 490 mm
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h
Dienstgewicht
10 000 kg
Farbe
grau, innen gelb

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
2 933 Std.
Material
CHF 19 877.25
Wert
CHF 121 527.25
Foto der RhB K 5563 „40 Jahre Dampffreunde RhB“
Symbolbild (zeigt Gbk-v 5507, gleiche Wagenfamilie (die K1-Wagen wurden ab 1970 zu Gbk-v umgebaut)). Foto: Steffen M. at German Wikipedia, CC BY-SA 3.0 · Bild verkleinert
Gedeckter Güterwagen · 1913

K 5563 „40 Jahre Dampffreunde RhB“

  • Typischer, früher weit verbreiteter gedeckter Güterwagen, im Volksmund „Viehwagen“.
  • Recht seltener historischer Güterwagen.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1913 K1 5563
  2. 1950 Umbau mit Gestell-Kasten
  3. 1970 Gbk-v 5563
  4. 2001 Neuanstrich durch den Club 1889 (WN 9854)
  5. 2016 K 5563, Neuanstrich zum 40-Jahr-Jubiläum der Dampffreunde
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2001/2002 und 2016
Ort
Samedan und Poschiavo
Übergabe
6. März 2002 in Untervaz
Projektleitung
Armin Brüngger, 2016 Ernst Demonti

Steckbrief

Hersteller
De Dietrich & Cie., Niederbronn
Länge über Puffer
8 450 mm
Höchstgeschwindigkeit
70 km/h
Dienstgewicht
12 000 kg
Farbe
hellgrau

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
184 Std. (2001)
Material
CHF 2 500.–
Wert
CHF 11 700.–
Foto der RhB K1 5615 „Il Grischun“
Symbolbild (zeigt Gbk-v 5507, gleiche Wagenfamilie (die K1-Wagen wurden ab 1970 zu Gbk-v umgebaut)). Foto: Steffen M. at German Wikipedia, CC BY-SA 3.0 · Bild verkleinert
Gedeckter Güterwagen · 1913

K1 5615 „Il Grischun“

  • Gedeckter Güterwagen aus einer Serie von einst 115 Stück, im Volksmund „Viehwagen“.
  • Als letzter Vertreter ein seltener historischer Wagen.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1913 K1 5615
  2. 1969 Gbk-v 5615
  3. 1970 Xk-v 9077 (Bahndienst)
  4. 1996 Xk-v 9398
  5. 2004 K1 5615 (WN 9852)
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2003/2004
Ort
Chur
Übergabe
Generalversammlung am 13. November 2004
Projektleitung
Gion Caprez

Steckbrief

Hersteller
De Dietrich & Cie., Niederbronn
Länge über Puffer
8 450 mm
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h
Dienstgewicht
12 500 kg

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
435 Std.
Material
CHF 9 500.–
Wert
CHF 31 250.–
Foto der RhB L3 6603 „Hochbordwagen“
Symbolbild (zeigt Lb 7877, einen offenen Güterwagen der RhB). Foto: NAC, CC BY-SA 4.0 · Bild verkleinert
Hochbordwagen · 1911

L3 6603 „Hochbordwagen“

  • Typischer, früher weit verbreiteter Hochbordwagen.
  • Fährt als Servicewagen der Dampflok Nr. 11 mit dem Heizöltank.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1911 L3 6603
  2. 1977 E 6603
  3. 2015 L3 6603 (WN 9855)
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2015
Ort
Samedan
Übergabe
27. Februar 2015 (Sponsorenfahrt für F 4004)
Projektleitung
Max Waibel

Steckbrief

Hersteller
Nicaise et Delcuve, La Louvière (Belgien)
Länge über Puffer
8 890 mm
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h
Dienstgewicht
15 000 kg

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
550 Std.
Material
CHF 3 940.–
Wert
CHF 31 440.–
Foto der RhB M 7070 „Niederbordwagen“
Symbolbild (zeigt Kk-w 7324, einen Niederbordwagen derselben Familie (M1 7301–7385, später Kk-w)). Foto: NAC, CC BY-SA 4.0 · Bild verkleinert
Niederbordwagen · 1903

M 7070 „Niederbordwagen“

  • Letzter original erhaltener Niederbord- oder Schotterwagen mit Stahlseitenwänden.
  • Restaurierungsprojekt für 20- bis 25-Jährige.
  • Von 1970 bis 2018 Privatwagen von Müller Gleisbau AG und später der ARGE Magnacun. 2018 war er für den Schrott ausrangiert und ging als Schenkung an den Club.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1903 M 1200
  2. 1911 M 7070
  3. 1969 Xkl 7070
  4. 2000 P 10059 (Privatwagen)
  5. 2021 M 7070 (WN 9853)
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2018–2021
Ort
Küblis, Landquart und Samedan
Projektleitung
Samuel Mohr, Fabian Wild

Steckbrief

Eigentümer
Club 1889
Hersteller
MAN (Fabriknummer 60159)
Länge über Puffer
7 450 mm
Leergewicht
4 920 kg
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
noch nicht ermittelt
Material
CHF 14 419.75
Wert
–
Foto der RhB N 1513/1520 „Langholzwagen“
Symbolbild (zeigt einen Zug mit Langholzwagen in Bergün). Foto: Franzfoto, CC BY-SA 3.0 · Bild verkleinert
Drehschemelwagen · 1906

N 1513/1520 „Langholzwagen“

  • Äußerst seltene ehemalige Langholz-Drehschemelwagen.
  • Zwei Wagen tragen zusammen eine Holzladung und werden daher als ein Wagen wahrgenommen.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1906 N 1513/1520
  2. 1911 N 8013/8020
  3. 1942 N 285/284 (Chur–Arosa-Bahn)
  4. 1958 NO 7817/7815
  5. 1969 Lck 7817/7815
  6. 2002 N 1513/1520 (WN 9851)
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2000–2002
Ort
Chur
Übergabe
Einweihungsfahrt am 11. Oktober 2002, Chur–Filisur
Projektleitung
Gion Caprez

Steckbrief

Hersteller
Staudinger Waggonfabrik (Österreich)
Länge über Puffer
3 700 mm
Leergewicht
3 700 kg
Ladegewicht
max. 20 000 kg
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
3 200 Std.
Material
CHF 10 000.–
Wert
CHF 138 000.–
Foto der RhB Z 26 „Bahnpostwagen“
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0 · Bild verkleinert
Bahnpostwagen · 1913

Z 26 „Bahnpostwagen“

  • Seltener zweiachsiger Bahnpostwagen der früheren Schweizerischen Postverwaltung (Privatwagen).
  • Die originale Innenausstattung ist zu großen Teilen erhalten.

Bezeichnungen im Lauf der Zeit

  1. 1913 Z° 321
  2. 1931 Z 26
  3. 1954 Z° 18 II
  4. 1964 Z° 18
  5. 1967 Z° 18 RhB
  6. 1970 Xk 9076 (Werkzeugwagen)
  7. 2012 Z 26 RhB
Steckbrief, Restaurierung und Aufwand

Restaurierung

Zeitraum
2005–2012
Ort
Chur
Übergabe
16./17. Juli 2012 in Ilanz
Projektleitung
Gion Caprez und Karl Gähwiler

Steckbrief

Hersteller
Schweizerische Wagonsfabrik Schlieren
Länge über Puffer
10 500 mm
Höchstgeschwindigkeit
60 km/h
Dienstgewicht
17 500 kg

Aufwand des Clubs

Arbeitszeit
3 354 Std.
Material
CHF 5 147.–
Wert
CHF 139 307.–
Im Fahrzeugbuch ansehen